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Menschen Hautnah
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In einem kleinen Dorf im Sauerland quält sich Guido Grevener auf dem Bürgersteig einen kleinen Hügel hinauf. Mit jedem Schritt wird er langsamer, er atmet schnell, keucht und schwitzt. Nach 500 Metern bleibt Guido frustriert stehen. „Am Schützenfest muss man hier hoch marschieren, so lange wie die Musik spielt. Wenn ich das nicht schaffe, dann kann ich kein König werden“, sagt der 49-Jährige. Einmal Schützenkönig in seinem Heimatdorf Garbeck sein, das ist Guidos großer Traum. Doch e
Lange war die Welt in Ordnung auf dem Hof von Rainer und Gaby P. in der Eifel. Ihre Lebensgrundlage: 65 Milchkühe. Damit kamen sie gut über die Runden. Doch mit dem Fall der Milchquote 2015 kam die große Krise. Bei Preisen von teils 19 Cent pro Liter Milch fiel es ihnen schwer, noch zum Arbeiten aufzustehen. “Wir arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung und dabei kommt kein Geld raus, nur Schulden”, sagt Bauer Rainer P. Seine Frau Gaby denkt mit Schrecken an die vielen zu bezahlenden Rec
Es soll eine Traum-Expedition werden. Mario Bornschein, Outdoorladen-Besitzer aus Berlin, will ganz normale Menschen aus der Großstadt auf einen der höchsten Berge der Welt bringen, den mehr als 8.000 Meter hohen ‚Broad Peak‘ in Pakistan. Begleitet von einem Radiosender werden zehn Bewerber ausgewählt, darunter auch die Sozialarbeiterin Dana H., die noch nie in ihrem Leben auf einem so hohen Berg gestanden hat. Nach sorgfältiger Vorbereitung startet das Team mit Dana als einziger Frau im
Am 14.7.2016 rast ein Laster auf der Promenade des Anglais in Nizza in die feiernde Menschenmenge. Der Attentäter Mohamed Lahouaiej Bouhlel tötet binnen Minuten 86 Menschen. Darunter zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule aus Berlin, die den französischen Nationalfeiertag mitfeiern wollten, direkt am Strand von Nizza. Weitere deutsche Jugendliche werden schwer verletzt. Eine wundervolle Klassenfahrt endet in einem Alptraum.
Unabhängig, spontan sein und viel von der Welt sehen, so haben sich Simone und Ines ihr Leben vorgestellt. Seit 25 Jahren sind die beiden ein Paar. Simone ist Hundetrainerin. Diesen Job kann die 43-Jährige aber nicht mehr ausüben. Wie so vieles, was ihr bisher wichtig war. Denn ihr Leben wird von multiresistenten Keimen (MRSE) bestimmt.
Michelle ist 20 Jahre jung und hat ihr Abitur gemacht. Auf Ausgehen und Freunde treffen musste sie oft verzichten. Denn seit 10 Jahren kümmert sie sich rund um die Uhr um ihre Mutter, seit diese an Lungenkrebs erkrankt ist. Michelle kocht, wäscht und hilft der Mutter beim An- und Ausziehen. „Ich bin schon manchmal traurig und denke an meine Freunde, die nicht so viel zu tun haben. Aber ich will ja die Mama nicht im Stich lassen“.
Michelle ist 20 Jahre jung und hat ihr Abitur gemacht. Auf Ausgehen und Freunde treffen musste sie oft verzichten. Denn seit 10 Jahren kümmert sie sich rund um die Uhr um ihre Mutter, seit diese an Lungenkrebs erkrankt ist. Michelle kocht, wäscht und hilft der Mutter beim An- und Ausziehen. „Ich bin schon manchmal traurig und denke an meine Freunde, die nicht so viel zu tun haben. Aber ich will ja die Mama nicht im Stich lassen“.
Frieder hat sein Elternhaus in Ludwigshafen geerbt, ein Haus ohne Licht und Strom. Die Räume zugemüllt vom Keller bis zum Dach. Hier lebte sein älterer Bruder Karl die letzten zwölf Jahre allein. Im Juni 2016 verständigten die Nachbarn die Polizei. Seit Tagen war der Briefkasten nicht mehr geleert worden. Der Notarzt fand die Leiche des Bruders inmitten von Müll. Die Nachbarn informieren auch Frieder, den einzigen noch lebenden Verwandten. Autor/-in: Erika Fehse
Die beiden Brüder Dennis und Patrick sind Anfang zwanzig, als sie sich aus Rheda-Wiedenbrück aufmachen in die Welt. Dennis, der ältere der Beiden, hat sein Studium abgebrochen. Sein Bruder Patrick schmeißt kurz vor dem Abitur das Gymnasium. Ohne Ausbildung suchen sie das Abenteuer, wollen als Fotografen und Dokumentarfilmer nach Indien und Nepal reisen. Autor/-in: Gitti Müller
Am 7. April 2009 ist Susanne Preusker glücklich: In 10 Tagen wird die Gefängnispsychologin heiraten, so viele Dinge sind noch zu tun. Heute will sie ihren Arbeitstag früher beenden. In der JVA Straubing arbeitet sie therapeutisch mit Schwerverbrechern, Mördern und Vergewaltigern. Als der Gefangene K. in der Tür steht und sie um ein Gespräch bittet, verweist sie ihn deshalb auf den nächsten Tag. Doch den wird es für sie so nicht mehr geben. K. nimmt Susanne Preusker als Geisel in ihrem B
Marie aus Leichlingen ist 16 Jahre, als sie ihren Kinderwunsch zum ersten Mal spürt. Auch weiß Marie seit vielen Jahren, dass sie Lehrerin werden will. Doch beide Träume sind für Marie kaum zu verwirklichen. Denn Marie hat das Down-Syndrom.
Nach den beiden journalistischen Reisen „Sowas wie Glück“ und „Sowas wie perfekt“ geht Anke Engelke in dieser 75minütigen WDR-Reportage dahin, wo die Angst sitzt. In „Sowas wie Angst. Eine Suche mit Anke Engelke“ beschäftigt sich die Schauspielerin mit einem Gefühl, das unsere Gesellschaft fest im Griff zu haben scheint. Autor/-in: Gesine Enwaldt; Ravi Karmalker
Einfach alles hinschmeißen – und endlich das tun, was man immer schon wollte. Viele kennen diesen Gedanken. Doch nur wenige trauen sich, ihr Leben tatsächlich über den Haufen zu werfen und etwas Neues zu beginnen. Karen L. und das Ehepaar Gabi und Robert E. haben es getan.
Eigentlich ist es ein ganz normaler Tag im Oktober 1998. Die 15-jährige Tanja aus Wuppertal geht zur Schule, ihre Mutter zur Arbeit. Doch am Nachmittag kommt Tanja nicht nach Hause. Bis heute ist sie verschwunden. Jede Suche, alle Ermittlungen bleiben erfolglos. In diesem Film haben wir Fremdmaterial benutzt, welches wir aus lizenzrechtlichen Gründen nur 7 Tage online zeigen dürfen. Daher erfolgte eine Änderung des Filmes beim Timecode 13‘59‘‘ – 14‘27‘‘.
Mit 43 Jahren fragt sich die Verlagsangestellte Marina S., ob sie wirklich noch bis zur Rente „an einem Schreibtisch“ arbeiten wollte. Auf der Suche nach etwas Neuem beginnt sie Stellenanzeigen zu wälzen und stolperte dabei über eine Anzeige mit dem Text „SOS-Kinderdorfmutter gesucht“. Die Anzeige will ihr nicht wieder aus dem Kopf; klingt das, was dort beschrieben wurde, doch so anders als alles, was sie bislang gemacht hat.
Endlich wieder unterwegs: Gisela H. steigt in ihr blaues Wohnmobil. Sie kommt gerade von ihrer Tochter, die sie einmal im Jahr, meist zu Ostern, besucht. Übernachten unter einem festen Dach – für die 75-Jährige ist das die Ausnahme. Denn Gisela ist immer on the road. Bis vor acht Jahren war sie fast ein Pflegefall, mit Aussicht auf ein Leben im Rollstuhl. Doch seit sie ihr geliebtes Wohnmobil besitzt, ist alles anders.
In keiner Zeit des Jahres wird mehr geflirtet, geknutscht und gefeiert als an Karneval. Vor allem im närrischen Rheinland gibt es viele Paare, die sich beim Straßenkarneval kennengelernt haben und seither zusammen geblieben sind. Drei Paare, drei Mal die große Liebe. Doch welche Beziehung übersteht auch den Alltag? [Hinweis: Dieser Film ist aus dem Jahr 2017. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.]
Alkoholsucht – fast jeder hat jemanden in seinem Bekanntenkreis, der davon betroffen ist. Mindestens acht Millionen Angehörige von suchtkranken Alkoholikern gibt es in Deutschland, schätzen Experten. Und das Tabu, darüber zu sprechen, ist riesengroß. Doch was tun, wenn der liebste Mensch Alkoholiker ist?
Sherrly ist heute 17. Als ihre Mutter sie dem Jugendamt gab, war sie drei Jahre alt. Bis dahin war ihr Leben mehr als schwer: Die Eltern drogenabhängig und nicht in der Lage, sich um das Mädchen zu kümmern. So kommt Sherrly zu Claudia und ihrem Mann. Claudia betreut hauptberuflich Pflegekinder.
Als Andrea Bizzotto erfährt, dass er eine unheilbare Krebserkrankung hat, ist seine Frau Maria gerade im fünften Monat schwanger. Heute ist ihre gemeinsame Tochter Giulia zwei Jahre alt, doch der 33-Jährige wird nicht miterleben, wie sie aufwächst. Andrea will Giulia etwas Bleibendes hinterlassen und tippt im Krankenbett seine Lebensgeschichte ins Handy. Kapitel für Kapitel entsteht seine Autobiografie. „Ich hoffe, dass Giulia eines Tages dieses Buch in den Händen hat. Damit sie weiß, w
Vierzig Jahre lang sind die Brüder Sascha und Marcel ein Herz und eine Seele. Marcel ist seit seiner Geburt schwer körperbehindert und verlangt allen Familienmitgliedern einen großen Einsatz ab. Nie hat Sascha seinen Bruder als Belastung wahrgenommen. Doch am sechzigsten Geburtstag ihres Vaters stürzt der gesunde, hilfsbereite Sascha in eine schwere psychische Krise, die ihn monatelang schachmatt setzt und seine Angehörigen ratlos zurück lässt.
Barbara hatte ihr Glück eigentlich gefunden: mit ihrem Mann Heli, ihrem sechsjährigen Sohn Thimo und der knapp zweijährigen Fini waren sie eine bunte, fröhliche Familie. Babara und Heli verdienten ihr Geld als Clowns und hatten nebenher viel Zeit für ihre Kinder. Doch von einer Sekunde auf die andere ist alles zu Ende. Vor 10 Jahren verliert Barbara Pachl-Eberhart durch einen schweren Verkehrsunfall ihren Mann und die Kinder. Sie bleibt allein zurück.
Barbara hatte ihr Glück eigentlich gefunden: mit ihrem Mann Heli, ihrem sechsjährigen Sohn Thimo und der knapp zweijährigen Fini waren sie eine bunte, fröhliche Familie. Babara und Heli verdienten ihr Geld als Clowns und hatten nebenher viel Zeit für ihre Kinder. Doch von einer Sekunde auf die andere ist alles zu Ende. Vor 10 Jahren verliert Barbara Pachl-Eberhart durch einen schweren Verkehrsunfall ihren Mann und die Kinder. Sie bleibt allein zurück.
Begleitet von Menschen hautnah machen sich die Schwestern vor eineinhalb Jahren auf die Suche nach Mariannes verlorenem Leben. In unserem ersten Film erzählt Marianne ihrer Schwester, dass sie mit 13 Jahren ein Kind bekommen hat. Einige Monate nach unserem Film meldet sich die unbekannte Tochter. Eine Freundin hatte ihr von der Reportage erzählt und gemeint, es könnte sich dabei um ihre Mutter handeln.
Anastasia Biefang ist die erste Transgender-Kommandeurin in der Geschichte der Bundeswehr. Erst im Alter von 40 Jahren wagt sie den Schritt, sich ihrem Arbeitgeber gegenüber zu öffnen. Sie sagt ihm, dass sie transgender ist und künftig als Frau angesprochen werden möchte.
Wenn das Jugendamt bei Familie N. in der Eifel anruft, muss alles schnell gehen. Dann wird ein Kind aus seiner Familie genommen und zu Michaela N. und ihrem Mann gebracht. Diesmal ist es ein sieben Wochen alter Säugling. Es besteht Verdacht auf Kindesmisshandlung. Von seiner Mutter wurde er gerade noch gestillt, nun muss er sich an völlig fremde Menschen gewöhnen. Von jetzt auf gleich in ein neues Zuhause. Familie N. ist eine sogenannte Bereitschaftspflegefamilie. Solche Familien nehmen Kinde
Die heimliche Liebe basiert auf Lügen. Kann daraus trotzdem wahre, alltagstaugliche Liebe werden? Viele Geliebte erhoffen sich das. Sie glauben, wenn er oder sie sich vom Partner trennt, wird alles gut. Stimmt das? Wir haben vor eineinhalb Jahren über Rolf, Manuela und Brigitte berichtet. Alle drei waren damals Geliebte. Was ist aus ihren heimlichen Liebschaften geworden, sind die Drei heute glücklich? Menschen hautnah hat sie 18 Monate später noch einmal getroffen. [Hinweis: "Wir haben den
Ihren biologischen Vater kennt Anja nicht – sie wurde mithilfe einer Samenspende gezeugt. Seit ihre Eltern ihr das offenbart haben, sucht sie diesen Unbekannten. Nicht zu wissen, von wem sie abstammt, welche Eigenschaften dieses fremden Mannes sie geerbt hat, treibt sie um: Sie will diese Leerstelle füllen. Als Anja 2015 die Suche nach ihrem biologischen Vater aufnahm, haben wir sie mit der Kamera begleitet.
Saskia, Pia und Kevin - normalerweise lernen sich junge Menschen zwischen 15 und 20 Jahren auf Partys, in Clubs oder auf Festivals kennen. Bei ihnen war es das Krankenhaus. Drei junge Menschen, deren Körper und Seelen schon früh durch Krankheit und Unfall verletzt wurden. Die nicht mehr perfekt sind - in Zeiten, in denen auf Facebook und Instagram mit Millionen Selfies der perfekte Körper gefeiert wird. Aber Saskia, Pia und Kevin wollen sich nicht mehr verstecken.
Es ist voll auf dem Dorfplatz in Fürstenberg. Alle sind heute gekommen: der Spielmannszug, der Karnevalsverein, der Bürgermeister, die Jagdhornbläser. Denn alle wollen sich bei Franz Hartong bedanken. In der siebten Generation seiner Familie ist der 69-Jährige Gastwirt in dem kleinen Ort in Ostwestfalen. Aber heute ist Schluss, Franz Hartong schließt seine Gaststätte. Restaurant, Kneipe, Versammlungsort für Vereine, Proberaum für den Chor, ob nach Beerdigungen oder bei runden Geburtstage
Bildungsnahe Familien haben es einfacher als bildungsferne. Mariams Eltern haben beide in im ihrem Heimatland Georgien studiert und wissen alle Fördermöglichkeiten für ihre Tochter zu organisieren. Fabians Mutter hingegen kommt aus einer bildungsfernen Familie. Sie will ihren vier Jungen Werte wie Verantwortung, Zusammengehörigkeit und gutes Benehmen beibringen.
Jürgen (50) ist nach einem Hirnstamminfarkt komplett gelähmt. Es geschah von einer Sekunde auf die andere. Auch Harald (48) braucht rund um die Uhr Betreuung. Er leidet unter Multipler Sklerose. Die Krankheit verlief in Schüben, heute ist er bis zum Hals gelähmt. Wenn Harald und Jürgen ihr Leben nicht mehr ertragen können, wollen sie die Freiheit haben, es zu beenden. Doch das wird nicht ohne fremde Hilfe gehen. Darüber, ob unsere Gesetze das zulassen, wird zurzeit heftig gestritten – a
Arno W. leidet an einer bipolaren Störung – seine Stimmung schwankt zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Seit mehr als 15 Jahren stellt die Krankheit sein Leben immer wieder komplett auf den Kopf. Als die Menschen hautnah-Autoren Arno kennen lernen, ist er in einer manischen Phase. Da wirkt er wie ein leicht überdrehter, freiheitsliebender, kreativer Künstlertyp. Er spricht offen über seine bipolare Störung, aber er selbst empfindet sich nicht als krank.
Jennys Geschichte beginnt mit einem Zufall. Im Winter 2007 entdeckt sie während einer Rumänienreise einen Slum in der Nähe von Sibiu-Herrmannstadt. Die Kinder sind unterernährt. Viele Babys schweben in Lebensgefahr. Es gibt keinen Strom, kein fließend Wasser, nur Hütten, Dreck und Krankheiten. Jenny, damals 23 Jahre, ist erschüttert. Sie beschließt vor Ort zu helfen.
Christian, Sandrao und Talisha sind weder männlich noch weiblich, sie sind intersexuell: Sie stehen zwischen den Geschlechtern, besser gesagt, sie haben von beiden Geschlechtern etwas. Wie schwierig das Thema ist, wird schon bei der Anrede oder der Suche nach einer treffenden Bezeichnung klar: Zwitter oder Hermaphrodit oder auch Intersexueller? [Zweite Fassung vom 07.03.2019 Anmerkung der Redaktion: An einer Stelle im Film ist fälschlicherweise von 3 statt 4 Geschwistern die Rede, was korrigie
Im Kölner Süden, zwischen Gleisen und einem Friedhof, liegt eine Siedlung, wie es sie in deutschen Großstadt selten gibt: Ein Dorf mitten in der Stadt, die sogenannte „Indianersiedlung“. Ein kleines Paradies für rund 350 Bewohner. In kleinen Holzhäusern leben Künstler und Lebenskünstler, Lehrer und Manager eng nebeneinander. Erstmals in der Weimarer Republik besiedelt, ging es mit dem Areal immer wieder auf und ab. In den siebziger Jahren zogen Hippies mit Bauwagen und wandernde Musik
Im Kölner Süden, zwischen Gleisen und einem Friedhof, liegt eine Siedlung, wie es sie in deutschen Großstadt selten gibt: Ein Dorf mitten in der Stadt, die sogenannte „Indianersiedlung“. Ein kleines Paradies für rund 350 Bewohner. In kleinen Holzhäusern leben Künstler und Lebenskünstler, Lehrer und Manager eng nebeneinander. Erstmals in der Weimarer Republik besiedelt, ging es mit dem Areal immer wieder auf und ab. In den siebziger Jahren zogen Hippies mit Bauwagen und wandernde Musik
Alles läuft zunächst so, wie es Leslie und Tobias sich vorgestellt haben: Nach der Hochzeit wird Leslie schwanger. Sechs Monate lang sind sie überglücklich. Doch dann erfahren die Eltern bei einer Ultraschalluntersuchung, dass mit ihrer Tochter etwas nicht stimmt. Zunächst ist nur von „Auffälligkeiten“ die Rede. Nach der Fruchtwasseruntersuchung steht fest: Ihr Kind, das sie Lou nennen, hat Trisomie 13, eine schwere Chromosomenstörung, die unheilbar ist. Ihre Lebenserwartung ist gerin
Die katholische Kirche in Deutschland leidet an dramatischem Priestermangel. Immer mehr Gemeinden verlieren dadurch ihre Eigenständigkeit und werden zusammengelegt - dies führt zu heftigen Konflikten in vielen Bistümern. Der Film erzählt aus verschiedenen Regionen der Republik, wie versucht wird, diese Situation auf unterschiedliche Weise zu bewältigen.
Alles läuft zunächst so, wie es Leslie und Tobias sich vorgestellt haben: Nach der Hochzeit wird Leslie schwanger. Sechs Monate lang sind sie überglücklich. Doch dann erfahren die Eltern bei einer Ultraschalluntersuchung, dass mit ihrer Tochter etwas nicht stimmt. Zunächst ist nur von „Auffälligkeiten“ die Rede. Nach der Fruchtwasseruntersuchung steht fest: Ihr Kind, das sie Lou nennen, hat Trisomie 13, eine schwere Chromosomenstörung, die unheilbar ist. Ihre Lebenserwartung ist gerin
Sie war der Star der rechtspopulistischen Bewegung in Deutschland, Chefin der AfD, das Gesicht der Partei. Eine junge Frau aus dem Osten, als Unternehmerin gescheitert und binnen kürzester Zeit aufgestiegen in die erste Reihe der Politik. Sie war eine Strategin, der man Rücksichtslosigkeit und Machtbesessenheit nachsagte, und die im entscheidenden Moment alles hinschmiss: Frauke Petry.
Christian, Sandrao und Talisha sind weder männlich noch weiblich, sie sind intersexuell: Sie stehen zwischen den Geschlechtern, besser gesagt, sie haben von beiden Geschlechtern etwas. Wie schwierig das Thema ist, wird schon bei der Anrede oder der Suche nach einer treffenden Bezeichnung klar: Zwitter oder Hermaphrodit oder auch Intersexueller?
[Zweite Fassung mit redaktionellen Änderungen] Im Frühjahr 2010 trifft Menschen hautnah-Autor Jan Schmitt den achtjährigen Keno und seine Mutter Karin zum ersten Mal. Wenige Wochen zuvor hat sie die Prognose bekommen: In spätestens drei Jahren soll Keno tot sein. Ihr Kind, das bislang ganz normal lebte, lernte, spielte. Alles fängt mit einem Schielen an, dann sinken die Leistungen des Jungen in der Schule. Keno wird an den Augen operiert, aber sein Zustand verschlechtert sich weiter. Es fol
[Zweite Fassung mit redaktionellen Änderungen] Im Frühjahr 2010 trifft Menschen hautnah-Autor Jan Schmitt den achtjährigen Keno und seine Mutter Karin zum ersten Mal. Wenige Wochen zuvor hat sie die Prognose bekommen: In spätestens drei Jahren soll Keno tot sein. Ihr Kind, das bislang ganz normal lebte, lernte, spielte. Alles fängt mit einem Schielen an, dann sinken die Leistungen des Jungen in der Schule. Keno wird an den Augen operiert, aber sein Zustand verschlechtert sich weiter. Es fol
Im Frühjahr 2010 trifft Menschen hautnah-Autor Jan Schmitt den achtjährigen Keno und seine Mutter Karin zum ersten Mal. Wenige Wochen zuvor hat sie die Prognose bekommen: In spätestens drei Jahren soll Keno tot sein. Ihr Kind, das bislang ganz normal lebte, lernte, spielte. Alles fängt mit einem Schielen an, dann sinken die Leistungen des Jungen in der Schule. Keno wird an den Augen operiert, aber sein Zustand verschlechtert sich weiter. Es folgen Untersuchungen, Tests. Schließlich kommt he
Die heimliche Liebe basiert auf Lügen. Kann daraus trotzdem wahre, alltagstaugliche Liebe werden? Viele Geliebte erhoffen sich das. Sie glauben, wenn er oder sie sich vom Partner trennt, wird alles gut. Stimmt das? Wir haben vor eineinhalb Jahren über Rolf, Manuela und Brigitte berichtet. Alle drei waren damals Geliebte. Was ist aus ihren heimlichen Liebschaften geworden, sind die Drei heute glücklich? Menschen hautnah hat sie 18 Monate später noch einmal getroffen. [Hinweis: "Wir haben Hinw
Rosemarie Achenbach ist fleißig. Dieses Jahr soll sie fertig werden, ihre Doktorarbeit. Mit ihren 94 Jahren ist sie die älteste Studentin an der Uni Siegen. Denn Rosemarie Achenbach hat etwas nachzuholen: Ihr Vater hat sie schon als Kind immer gefordert und gefördert. Er hat ihr Rollschuh laufen, Fahrrad fahren und schwimmen beigebracht und in der Nacht vor dem Abitur französische Vokabeln abgefragt. Rosemarie dachte, alle Männer wären so.
Sieben Jahre lang lebte Rolf Tepel, der sich Ketan nennt, auf einer städtischen Baubrache mitten in Köln. Zwischen ausrangierten Zirkuswagen und selbstgebauten Holzhäusern träumte er davon, eine bessere Welt zu errichten.
Susanne (34) will ihr Leben radikal ändern. Schon lange ist sie unzufrieden mit der Hausfrauenrolle, in die sie nach der Geburt ihrer beiden Töchter mehr und mehr hineingeraten ist. Die Beziehung zu ihrem Ehemann Sascha (39) kriselt. Sie liebt ihre Kinder. Sie möchte Mutter sein, aber eine traditionelle Ehe führen - damit ist jetzt Schluss. Weder Susanne noch Sascha wollen ihre Ehe beenden. Deshalb schlägt Susanne vor, polyamor zu leben. Beiden Partnern soll es erlaubt sein, neben der Ehe w
Magersucht - typisch Frau? Essstörungen gelten häufig als Mädchenkrankheit. Doch Schlankheitswahn und Körperkult lassen auch Männer magersüchtig werden. Bislang ist das oft ein gesellschaftliches Tabu. Die Betroffenen fühlen eine doppelte Stigmatisierung: Sie leiden an einer psychosomatischen Erkrankung und obendrein an einer Frauenkrankheit.
Ein Mann tötet seine Frau. Er vergräbt sie im Keller und erzählt seinen Kindern, dass die Mutter die Familie verlassen habe. Fünf Jahre wird es dauern, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Was in einem Familiendrama endet, begann einst unbeschwert und glücklich.
Vor allem junge Familien träumen von einem Leben ohne beruflichem Hamsterrad und teurer Miete. Sie wollen flexibel bleiben, sparsam wirtschaften und Zeit füreinander haben. Alina und Flo haben ihren Traum verwirklicht und wohnen mit ihren beiden Töchtern in einer Jurte. Auch Katharina und Kolja steigen aus, raus aus dem Konsum. Zusammen mit Tochter Klara ziehen sie in ein selbstgebautes fahrbares Mini-Haus.
Seit 35 Jahren ist Rainer Gresförder stolzer Besitzer eines Metallbaubetriebs. Als junger Mann hat er sich selbstständig gemacht, ganz ohne Kapital und ohne fremde Hilfe. Heute führt er einen mittelständischen Laserbetrieb mit acht Angestellten. Er wird bald 60 Jahre alt und ist nicht mehr gesund. Nun sucht er einen Nachfolger für sein Lebenswerk, denn er weiß: Der Stress im Betrieb ist Gift für seine Gesundheit.
Vor allem junge Familien träumen von einem Leben ohne beruflichem Hamsterrad und teurer Miete. Sie wollen flexibel bleiben, sparsam wirtschaften und Zeit füreinander haben. Alina und Flo haben ihren Traum verwirklicht und wohnen mit ihren beiden Töchtern in einer Jurte. Auch Katharina und Kolja steigen aus, raus aus dem Konsum. Zusammen mit Tochter Klara ziehen sie in ein selbstgebautes fahrbares Mini-Haus.
Die heimliche Liebe basiert auf Lügen. Kann daraus trotzdem wahre, alltagstaugliche Liebe werden? Viele Geliebte erhoffen sich das. Sie glauben, wenn er oder sie sich vom Partner trennt, wird alles gut. Stimmt das? Wir haben vor eineinhalb Jahren über Rolf, Manuela und Brigitte berichtet. Alle drei waren damals Geliebte. Was ist aus ihren heimlichen Liebschaften geworden, sind die Drei heute glücklich? Menschen hautnah hat sie 18 Monate später noch einmal getroffen.
Etwa 3700 Patientinnen und Patienten erhielten gepanschte Krebsmedikamente aus der Bottroper Apotheke von Peter Stadtmann. Sie alle hofften, durch Chemotherapie ihren Tumor besiegen zu können und mussten schließlich erfahren, dass sie in einen der größten Arzneimittelskandale Deutschlands geraten waren: Ihre Präparate waren unterdosiert – oder enthielten gar keinen Wirkstoff.
„Manchmal stehe ich am Monatsende vor dem Kühlschrank und denke, hoffentlich gibt es bald Geld. Ich muss dringend was einkaufen!“ Das sagt Susanne. Sie arbeitet hart: An fünf Tagen die Woche reinigt sie Krankenhausbetten. Bis zu 23 Betten muss sie in einer Schicht schaffen. „Ich denk‘ mir immer, man muss so arbeiten, als würde man selber in so einem Bett liegen“, motiviert sich die 48-Jährige aus Bochum.
Marnie Gröben macht eine Ausbildung zur Reitlehrerin – bis der Tritt eines Pferdes bei der 22-Jährigen eine seltene neurologische Krankheit auslöst. Ihr Fuß schwillt immer mehr an, entzündet sich, eine Blutvergiftung kommt hinzu, Zellen sterben ab, ihr Leben steht auf Messers Schneide. Sie fällt ins Koma und überlebt nur knapp. Schließlich wird Marnie auch noch ein Unterschenkel amputiert.
„Manchmal stehe ich nachts auf und wein‘ mich tot“, sagt Cristina leise. Seit über einem Jahr sitzt sie in der Untersuchungshaft der JVA Köln – und vermisst ihr Kind. Rund 100.000 Kinder in Deutschland haben laut Schätzungen ein Elternteil in Haft. Für den Film „Eltern hinter Gittern“ besuchten die Autorinnen Sylvia Nagel und Sonya Winterberg inhaftierte Mütter und Väter, die über ihre Verbrechen, ihre verpassten Chancen und über ihre Sehnsucht nach den Kindern erzählen.
„Manchmal stehe ich nachts auf und wein‘ mich tot“, sagt Cristina leise. Seit über einem Jahr sitzt sie in der Untersuchungshaft der JVA Köln – und vermisst ihr Kind. Rund 100.000 Kinder in Deutschland haben laut Schätzungen ein Elternteil in Haft. Für den Film „Eltern hinter Gittern“ besuchten die Autorinnen Sylvia Nagel und Sonya Winterberg inhaftierte Mütter und Väter, die über ihre Verbrechen, ihre verpassten Chancen und über ihre Sehnsucht nach den Kindern erzählen.
An einem kalten Dezembermorgen 2016 steht Sven Lüdecke auf einem Bahnsteig in Köln und sieht, was alle sehen: Unsanft wecken Ordnungskräfte eine obdachlose Frau. Sie hat kaum die Zeit, ihre paar Plastiktüten und Decken zusammen zu klauben. In dieser Sekunde trifft Sven eine Entscheidung, die sein Leben auf den Kopf stellen wird. Er geht hin, um der Frau zu helfen. Autor/-in: Martin Buchholz
Marion Waade kämpft. Oft ist sie unterwegs, um sich mit anderen betroffenen Angehörigen zu treffen. Allen ist es wie ihr selbst ergangen: Sie haben ein Kind durch Mord verloren. In der Folge fühlen sich die Opfereltern allein gelassen inmitten einer chaotischen Zeit, in der regelmäßig familiäre Welten einstürzen und Lebensträume zerplatzen. Autor/-in: Christian Jentzsch
„Ich will gar nicht normal sein und in der Herde mitlaufen. Ich möchte so leben, wie ich will.“ 35 Jahre alt ist Markus, ein Autist, der wohl nie erwachsen wird und es auch nicht werden will. „Das verstehen die Meisten nicht, auch meine Eltern finden das schlimm“, sagt er. Ein Autist, der auch mal Nähe zulässt, der ungewöhnlich aussieht. Mit Prinz Eisenherz-Haarschnitt, Laserpointer um den Hals und bunten Plastikfiguren in der Hand fällt er auf und eckt an. Vor allem sein Vater find
„Ich will gar nicht normal sein und in der Herde mitlaufen. Ich möchte so leben, wie ich will.“ 35 Jahre alt ist Markus, ein Autist, der wohl nie erwachsen wird und es auch nicht werden will. „Das verstehen die Meisten nicht, auch meine Eltern finden das schlimm“, sagt er. Ein Autist, der auch mal Nähe zulässt, der ungewöhnlich aussieht. Mit Prinz Eisenherz-Haarschnitt, Laserpointer um den Hals und bunten Plastikfiguren in der Hand fällt er auf und eckt an. Vor allem sein Vater find
Reiner hat nach einer missglückten Rückenoperation vor drei Jahren sein Augenlicht plötzlich verloren und musste sein Leben komplett von vorn beginnen. Mit dem Blindenstock laufen lernen, essen, trinken, kochen, eine Straße überqueren, sich orientieren und die Blindenschrift benutzen. All das hat er im Berufsförderungswerk in Düren gelernt. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Art Internat, in dem Sehbehinderte und Blinde Hilfe bekommen. Hier will man ihnen neuen Lebensmut vermitteln, hier
Die zwei alten Pontons mitten im ehemaligen Hamburger Freihafen sind umgeben von Containerkränen und Schleusen. Hier wohnen Omar, Siggi und Lennert, drei von insgesamt sechs Jugendlichen zwischen 15 und 18, die in der Wohngruppe Ponton ihr Leben wieder auf die Reihe kriegen möchten. Eine letzte Chance, um nicht doch abzurutschen. Eine letzte Chance auf einen Schulabschluss. Auf ein Leben auf eigenen Füßen. Werden sie sie nutzen? Autor/-in: Bettina Zbinden, Max von Klitzing
Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit - mit fatalen Folgen. Kevin Kiry ist 24 und steht mitten im Leben, als er auf dem Weg zur S-Bahn mit dem Fuß umknickt. Was er zunächst für eine vergleichsweise harmlose Sprunggelenksverletzung hält, wird zum Alptraum: Vier Operationen in vier Jahren bringen keine Besserung. Immer wieder hofft der einst begeisterte Amateurfußballer auf Heilung, immer wieder wird er zurückgeworfen auf Null. Kevin Kiry ist dauerhaft krankgeschrieben, mit chronischen Schmer
Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit - mit fatalen Folgen. Kevin Kiry ist 24 und steht mitten im Leben, als er auf dem Weg zur S-Bahn mit dem Fuß umknickt. Was er zunächst für eine vergleichsweise harmlose Sprunggelenksverletzung hält, wird zum Alptraum: Vier Operationen in vier Jahren bringen keine Besserung. Immer wieder hofft der einst begeisterte Amateurfußballer auf Heilung, immer wieder wird er zurückgeworfen auf Null. Kevin Kiry ist dauerhaft krankgeschrieben, mit chronischen Schmer
Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!
Am 26. Mai 2016, an ihrem 30. Geburtstag, geht Jenny mit ihrer Tochter Sophie zu einer Untersuchung in die Berliner Charité. Sophie hat eine verminderte Intelligenz, sie entwickelt sich langsamer als Gleichaltrige. Jenny war bereits bei vielen Ärzten, doch keiner konnte eine Ursache finden. Erst in der Charité entdeckt der Kinderarzt Professor Dr. Hans-Ludwig Spohr, was dem Mädchen fehlt. Sophie leidet unter FAS, dem fetalen Alkoholsyndrom, einer Behinderung, die durch Alkoholkonsum ihrer Mu
Sophia ist gerade zehn Jahre alt geworden. Sie sieht aus wie ein Mädchen und fühlt sich als Mädchen. Geboren wurde Sophia aber als Junge. Mit gerade mal vier Jahren beschloss sie, kein Junge mehr zu sein. Sie will nur noch Röcke und Kleider tragen und lässt sich die Haare lang wachsen. Am Anfang dachten ihre Eltern, es sei vielleicht nur eine Phase. Doch Sophia ist sich sicher: „Ich bin als Junge auf die Welt gekommen, aber ich war immer schon ein Mädchen. Schon seit ich ganz klein bin!
In einem kleinen Dorf im Sauerland quält sich Guido Grevener auf dem Bürgersteig einen kleinen Hügel hinauf. Mit jedem Schritt wird er langsamer, er atmet schnell, keucht und schwitzt. Nach 500 Metern bleibt Guido frustriert stehen. „Am Schützenfest muss man hier hoch marschieren, so lange wie die Musik spielt. Wenn ich das nicht schaffe, dann kann ich kein König werden“, sagt der 49-Jährige. Einmal Schützenkönig in seinem Heimatdorf Garbeck sein, das ist Guidos großer Traum. Doch e
Barbara hatte ihr Glück eigentlich gefunden: mit ihrem Mann Heli, ihrem sechsjährigen Sohn Thimo und der knapp zweijährigen Fini waren sie eine bunte, fröhliche Familie. Babara und Heli verdienten ihr Geld als Clowns und hatten nebenher viel Zeit für ihre Kinder. Doch von einer Sekunde auf die andere ist alles zu Ende. Vor 10 Jahren verliert Barbara Pachl-Eberhart durch einen schweren Verkehrsunfall ihren Mann und die Kinder. Sie bleibt allein zurück. Autor/- in: Susanne Böhm
Es gibt sie noch, die Großfamilie mit acht Kindern und ohne größere Probleme. Die Kinder gehen aufs Gymnasium, spielen begeistert Musikinstrumente oder treiben Leistungssport. Die Mutter hat das Studium aufgegeben und ist zu Hause geblieben und der Vater arbeitet am Abend, damit er tagsüber auch Kinder betreuen kann. Trotzdem: Acht Kinder in Zeiten von Kleinfamilie und Emanzipation, wie schafft man das? Autor/- in: Susanne Brand
Irina und Marina Fabrizius sind eineiige Zwillinge. Mit ihren 37 Jahren waren sie nie länger als ein paar Tage getrennt und wenn, dann haben sie einander schmerzlich vermisst: „Wenn meine Schwester nicht da ist, dann ist das, als würde ein Teil von mir fehlen.“ Autor/-in: Kerstin Gründer
Susanne (34) will ihr Leben radikal ändern. Schon lange ist sie unzufrieden mit der Hausfrauenrolle, in die sie nach der Geburt ihrer beiden Töchter mehr und mehr hineingeraten ist. Die Beziehung zu ihrem Ehemann Sascha (39) kriselt. Sie liebt ihre Kinder. Sie möchte Mutter sein, aber eine traditionelle Ehe führen - damit ist jetzt Schluss. Weder Susanne noch Sascha wollen ihre Ehe beenden. Deshalb schlägt Susanne vor, polyamor zu leben. Beiden Partnern soll es erlaubt sein, neben der Ehe w
Im Sommer 2015 hat sich die Gemeinschaft "Lebensbogen" mitten in einem Naturschutzgebiet angesiedelt, 20 Kilometer entfernt von Kassel. 18 Erwachsene und zwei Kinder leben in der Gemeinschaft – eine junge Familie sowie Paare und Singles aus ganz Deutschland. „Wir sind wie eine Großfamilie, die sich bei allem unterstützt“, sagen sie. Autor/-in: Ines Jacob
Elf Jahre lang ging Nenad M. auf eine Förderschule in Köln. Er galt als geistig behindert. Jetzt will der 19-Jährige das Land NRW verklagen. Er will beweisen, dass die Diagnose der Experten falsch gewesen ist. Es wäre die erste Klage dieser Art in Deutschland.
"Da ist auf irgendeine Weise das Vertrauen ineinander verloren gegangen", sagt Cornelia Knöfel. Sie ist Umgangsbegleiterin und betreut Paare, die sich nur noch um ihre Kinder streiten. Autor/-in: Anja Kretschmer
Er will auf dem Brett stehen, das hat sich Tjorben geschworen. Einmal die Welle reiten, solange es sein Körper noch kann. Tjorben ist 10 Jahre, als der Autor Alexander Ruda anfängt, ihn und seine Familie zu begleiten. Er trifft Tjorben und seine Schwester Linnéa in Dänemark, in einem Surf Camp. Tjorben ist krank, genau wie sein älterer Bruder Finn. Beide leiden an Muskeldystrophie. Die statistische Lebenserwartung der an dieser Krankheit leidenden Menschen ist deutlich verkürzt.
2011 veränderte sich Sonjas Leben grundlegend. Bis dahin war die Mutter zweier Söhne Hebamme in Köln. Dann suchte der WDR für eine Sendung Menschen, die ihren Beruf einmal im Ausland ausüben wollten. Zwei Wochen lang. Ein kurzes Abenteuer, dachte Sonja, und ging nach Afrika. Autor/-in: Marika Liebsch
Christian, Sandrao und Talisha sind weder männlich noch weiblich, sie sind intersexuell: Sie stehen zwischen den Geschlechtern, besser gesagt, sie haben von beiden Geschlechtern etwas. Wie schwierig das Thema ist, wird schon bei der Anrede oder der Suche nach einer treffenden Bezeichnung klar: Zwitter oder Hermaphrodit oder auch Intersexueller? Autor/-in: Franziska Ehrenfeld, Insa Rauscher, Hannah Reineke
Er will auf dem Brett stehen, das hat sich Tjorben geschworen. Einmal die Welle reiten, solange es sein Körper noch kann. Tjorben ist 10 Jahre, als der Autor Alexander Ruda anfängt, ihn und seine Familie zu begleiten. Er trifft Tjorben und seine Schwester Linnéa in Dänemark, in einem Surf Camp. Tjorben ist krank, genau wie sein älterer Bruder Finn. Beide leiden an Muskeldystrophie. Die statistische Lebenserwartung der an dieser Krankheit leidenden Menschen ist deutlich verkürzt.
Bildungsnahe Familien haben es einfacher als bildungsferne. Mariams Eltern haben beide in im ihrem Heimatland Georgien studiert und wissen alle Fördermöglichkeiten für ihre Tochter zu organisieren. Fabians Mutter hingegen kommt aus einer bildungsfernen Familie. Sie will ihren vier Jungen Werte wie Verantwortung, Zusammengehörigkeit und gutes Benehmen beibringen.
Bildungsnahe Familien haben es einfacher als bildungsferne. Mariams Eltern haben beide in im ihrem Heimatland Georgien studiert und wissen alle Fördermöglichkeiten für ihre Tochter zu organisieren. Fabians Mutter hingegen kommt aus einer bildungsfernen Familie. Sie will ihren vier Jungen Werte wie Verantwortung, Zusammengehörigkeit und gutes Benehmen beibringen.
Die 28-jährige Britta macht sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Sie will herausfinden, was genau mit ihrer Mutter passiert ist. Immer tiefer taucht sie in die Familiengeschichte ein und entdeckt dabei vieles, was bisher unausgesprochen war.
Stefanie Brockhaus ist schwanger, doch der Zeitpunkt dafür ist denkbar ungünstig: Sie hat bereits ein kleines Kind und ihr Partner möchte kein zweites. Abtreibung kommt für sie nicht in Frage. Sie muss an ihre Mutter denken. Und an die Mütter vor ihr. Waren ihre Kinder eigentlich geplant? Stefanie beginnt Fragen zu stellen und erfährt so nach und nach das Geheimnis ihrer Familie.
Der 77-jährige Klaus S. ist ein Mann, der niemals aufgibt. Seit langem kämpft er gegen die Zwangsversteigerung seines Wohnhauses und legt sich dabei mit vielen, vielen Menschen an. Seine Freundin Ursula ist sein rettender Engel. Zwei Jahre nach dem ersten Film über die beiden („Alt, verliebt und kämpferisch“) zeigt Menschen hautnah-Autorin Erika Fehse, wie die Geschichte von Klaus und Ursula weitergeht.
Klaus S. ist ein Mann, der niemals aufgibt. Und er und seine Freundin Ursula M. sind ein Liebespaar ganz besonderer Art. Er war, als sie sich kennen lernten, 70 Jahre alt und steckte mit seiner Batteriefirma in großen finanziellen Schwierigkeiten. Die drei Jahre jüngere Ursula wurde sein rettender Engel.
Wenn die "große Liebe" scheitert, tut das weh. An einem gebrochenen Herzen, dem so genannten "Broken Heart Syndrome", kann man sogar sterben. Oft bleiben dauerhafte Narben. Liebeskummer kann aber auch eine Chance sein, der Startschuss zu einem Neuanfang.
Die siebenjährige Greta hat zwei Väter und zwei Mütter: die beiden Deutschen Jens und Andreas, Leihmutter Susan und Eizellspenderin Rose aus den USA. Das schwule Paar Jens und Andreas aus Essen gehört zu den ersten Deutschen, die auf diesem Weg ein Kind bekamen und es aus den USA nach Deutschland brachten. Weil Leihmutterschaft und Eizellspende bei uns verboten sind, sind Jens und Andreas im Sommer 2013 wieder in die USA geflogen. Der Plan: ein Geschwisterkind für Greta.
Begleitet von Menschen hautnah machen sich die Schwestern vor eineinhalb Jahren auf die Suche nach Mariannes verlorenem Leben. In unserem ersten Film erzählt Marianne ihrer Schwester, dass sie mit 13 Jahren ein Kind bekommen hat. Einige Monate nach unserem Film meldet sich die unbekannte Tochter. Eine Freundin hatte ihr von der Reportage erzählt und gemeint, es könnte sich dabei um ihre Mutter handeln. - Zweite Fassung -
Die siebenjährige Greta hat zwei Väter und zwei Mütter: die beiden Deutschen Jens und Andreas, Leihmutter Susan und Eizellspenderin Rose aus den USA. Das schwule Paar Jens und Andreas aus Essen gehört zu den ersten Deutschen, die auf diesem Weg ein Kind bekamen und es aus den USA nach Deutschland brachten. Weil Leihmutterschaft und Eizellspende bei uns verboten sind, sind Jens und Andreas im Sommer 2013 wieder in die USA geflogen. Der Plan: ein Geschwisterkind für Greta.
Kai R. ist ein Scheidungskind und beim Vater in Kevelaer am Niederrhein aufgewachsen. Die Mutter war nie für ihn da, schrieb nicht einmal Karten zu Kais Geburtstagen. Vater Günter war Kais Hauptbezugsperson. Was beide jahrzehntelang nicht wussten: Kai ist nicht Günters leiblicher Sohn.
„Glück ist eigentlich so jeder Tag, an dem wir mit Keno noch lachen können“, sagt Karin Visser. „Wenn wir Fahrradfahren hat er Spaß, ist zufrieden und denkt nicht an die Krankheit.“ Karin Visser ist die Mutter des achtjährigen Keno, der an einer unheilbaren Krankheit leidet und sterben wird.
Vor einem Jahr ereignete sich die schrecklichste Katastrophe der deutschen Luftfahrtgeschichte: Der Co-Pilot einer Germanwings-Maschine steuerte gegen einen Berg in den französischen Alpen und riss 149 Menschen mit in den Tod. 64 Opfer kamen aus Nordrhein-Westfalen. Viele ihrer Angehörigen bekommen auch heute noch psychologische Hilfe. Sie können nicht über ihre Trauer sprechen. Andere schaffen es, den Alltag wieder zu leben.
Obwohl Aissatou K. mit 1.600 Euro in den Miesen steckt, kauft sie weiter ein. Sie weiß, dass das ein Fehler ist. Aber ihre schwere Kindheit hat Spuren hinterlassen. Die 24-Jährige will das "Loch in der Seele" stopfen und sich beim Einkaufen "was Gutes tun". Doch gleichzeitig will Aissatou raus aus der Schuldenfalle. Die Hartz IV-Empfängerin hat erkannt, dass sie dabei auf Hilfe angewiesen ist. Als die Schuldnerberaterin mit ihren Gläubigern einen Vergleich aushandelt, keimt Hoffnung auf. Ob
Eine Hebamme vertauscht im Krankenhaus zwei Babys. Vermutlich aus Unachtsamkeit, es ist der Geburtstag ihres eigenen Kindes und sie muss noch den Geburtstagskuchen backen. Für die beiden Neugeborenen Marianne und Marlies verändert sich in einem einzigen Moment ihr ganzes Leben. Das Mädchen aus der Westberliner Familie wächst in der DDR auf, das Mädchen aus der DDR in Westberlin.
Elf Jahre lang ging Nenad M. auf eine Förderschule in Köln. Er galt als geistig behindert. Jetzt will der 19-Jährige das Land NRW verklagen. Er will beweisen, dass die Diagnose der Experten falsch gewesen ist. Es wäre die erste Klage dieser Art in Deutschland.
Ein Mann in einem Anzug, der an einen Astronauten erinnert, stiefelt durch den tiefen Schnee einer abgeschiedenen Wildnis in Süddeutschland. Seit fast 15 Jahren ist Ulrich auf der Flucht vor einer unsichtbaren Gefahr. Er hat keine Postadresse, kein stationäres und erst recht kein mobiles Telefon. Denn er ist sich sicher: Elektromagnetische Strahlung, wie sie von Handys, WLAN, Bluetooth und Notrufnetzen ausgeht, macht ihn krank. Doch in Deutschland ist Elektrosensibilität nicht als Krankheit a
In keiner Zeit des Jahres wird mehr geflirtet, geknutscht und gefeiert als an Karneval. Vor allem im närrischen Rheinland gibt es viele Paare, die sich beim Straßenkarneval kennengelernt haben und seither zusammen geblieben sind. Drei Paare, drei Mal die große Liebe. Doch welche Beziehung übersteht auch den Alltag?
Seit 35 Jahren ist Rainer Gresförder stolzer Besitzer eines Metallbaubetriebs. Als junger Mann hat er sich selbstständig gemacht, ganz ohne Kapital und ohne fremde Hilfe. Heute führt er einen mittelständischen Laserbetrieb mit acht Angestellten. Er wird bald 60 Jahre alt und ist nicht mehr gesund. Nun sucht er einen Nachfolger für sein Lebenswerk, denn er weiß: Der Stress im Betrieb ist Gift für seine Gesundheit.
Seit 35 Jahren ist Rainer Gresförder stolzer Besitzer eines Metallbaubetriebs. Als junger Mann hat er sich selbstständig gemacht, ganz ohne Kapital und ohne fremde Hilfe. Heute führt er einen mittelständischen Laserbetrieb mit acht Angestellten. Er wird bald 60 Jahre alt und ist nicht mehr gesund. Nun sucht er einen Nachfolger für sein Lebenswerk, denn er weiß: Der Stress im Betrieb ist Gift für seine Gesundheit.
"Wie viel wollen Sie denn verdienen?" fragt Klaus Kobjoll, wenn sich jemand um einen Job in seinem Tagungshotel bewirbt. Jedes Mal schaut er in erstaunte Gesichter. Sein Gehalt selbst bestimmen, das kennt man nicht. Die meisten haben anfangs Schwierigkeiten, die eigene Leistung einzuordnen und nennen ein zu geringes Gehalt. Dann legt Kobjoll noch was drauf. "Ich will selbstbewusste Mitarbeiter, die wissen, was sie wert sind." Dafür arbeiten seine Angestellten auch gern und viel, sind voller Beg
"Meine Mama hätte mich auch – so schlimm wie es klingt – aus dem Fenster schmeißen können. Zum Glück hat sie das nicht gemacht, sondern sie hat mich weggegeben." Sherrly ist heute 17. Als ihre Mutter sie dem Jugendamt gab, war sie drei Jahre alt. Bis dahin war ihr Leben mehr als schwer: Die Eltern waren drogenabhängig und nicht in der Lage, sich um das Mädchen zu kümmern.
Elke, Mandy, Silke und Jenni haben alle Brustkrebs. Sie alle finden: Die Krankheit ist gemeinsam besser zu ertragen. Sie gründen eine Gruppe, deren Name schnell feststeht: die Chemo-Chicas. Ihr Motto? Dem Herrn Krebs den Stinkefinger zu zeigen.
Lydia Fisk hat einen Plan: Sie will eine Musikakademie gründen - in Tansania, am Fuße des Kilimandscharo. Lydia Fisk ist 71 Jahre alt. In Afrika war sie zwei Mal, das ist viele Jahre her.
Köln, 31.12.2015, 22.30 Uhr. In der Leitstelle der Polizei in Köln geht ein erster Notruf ein. Eine junge Frau meldet sich: "Man kann am Bahnhof gar nicht mehr durch die Menge gehen. Wir sind schon von ganz vielen angefasst und mit Böllern beschmissen worden. Es ist wirklich grenzwertig und gefährlich." Keiner ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass diesem Notruf noch unzählige folgen werden. Und keiner ahnt, dass diese Nacht von Köln in die Geschichte eingehen wird als eine Nacht, die das Land ver
Die heimliche Liebe basiert auf Lügen. Kann daraus trotzdem wahre, alltagstaugliche Liebe werden? Viele Geliebte erhoffen sich das. Sie glauben, wenn er oder sie sich vom Partner trennt, wird alles gut. Stimmt das? Wir haben vor eineinhalb Jahren über Rolf, Manuela und Brigitte berichtet. Alle drei waren damals Geliebte. Was ist aus ihren heimlichen Liebschaften geworden, sind die Drei heute glücklich?
Es soll eine Traum-Expedition werden. Mario Bornschein, Outdoorladen-Besitzer aus Berlin, will ganz normale Menschen aus der Großstadt auf einen der höchsten Berge der Welt bringen, den mehr als 8.000 Meter hohen 'Broad Peak' in Pakistan. Begleitet von einem Radiosender werden zehn Bewerber ausgewählt, darunter auch die Sozialarbeiterin Dana H., die noch nie in ihrem Leben auf einem so hohen Berg gestanden hat.
Martin Park schwingt sich mit einem beherzten Satz aufs das steil abschüssige Dach. Er wolle eben schnell noch die Fenster von außen wischen. Eine Hand umklammert den Fensterrahmen, die andere wischt das Glas. Der eine Fuß tastet nach Halt, der andere rutscht ab. Sein Atem stockt – nicht. "Oh, doch ganz schön glitschig hier", meint Park gelassen und hangelt sich wieder in Position. Ihm kommt zugute, dass Freeclimbing zu seinen Hobbys gehört. Und vielleicht auch, dass er den Abgrund unter
Als Susanne Reichardt 45 Jahre alt ist, heiratet die fünffache Mutter den Heilpraktiker Siegfried Reichardt. Es ist ihre zweite und seine vierte Ehe. Diesmal scheint es die ganz große Liebe zu sein: „Ich dachte, dieser Mann ist das Absolute, er trägt mich auf Händen, der guckt, dass es mir gut geht, und immer das: Wenn Dir was fehlt, ich bin ja Mediziner, ich sorg mich um dich, ich mach alles.“ Zehn Jahre später ist klar, dass diese Liebe nicht nur gescheitert ist, sondern auch Folgen f
"Da ist auf irgendeine Weise das Vertrauen ineinander verloren gegangen", sagt Cornelia Knöfel. Sie ist Umgangsbegleiterin und betreut Paare, die sich nur noch um ihre Kinder streiten.
Mit 43 Jahren fragt sich die Verlagsangestellte Marina S., ob sie wirklich noch bis zur Rente „an einem Schreibtisch“ arbeiten wollte. Auf der Suche nach etwas Neuem beginnt sie Stellenanzeigen zu wälzen und stolperte dabei über eine Anzeige mit dem Text „SOS-Kinderdorfmutter gesucht“. Die Anzeige will ihr nicht wieder aus dem Kopf; klingt das, was dort beschrieben wurde, doch so anders als alles, was sie bislang gemacht hat.
Als wir Julia Schmid vor drei Jahren kennen lernten, war sie völlig auf sich gestellt. Eine fleißige Schülerin vor dem Abitur mit drei Nebenjobs. Sie lebte allein und kämpfte sich ohne Unterstützung ihrer Familie durchs Leben. Ihr Ziel: das Abitur, und danach studieren. Julia möchte Richterin werden, sich für Gerechtigkeit einsetzen, die sie selbst nie erleben durfte. Sie wuchs in schwierigen Verhältnissen auf und musste immer wieder ins Heim.
Am Anfang war der Charme des Ungewöhnlichen und Wagemutigen. Ein paar Brandenburger Landratten wollten mit einem alten Fischkutter aufs Mittelmeer, um Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten. Dann geschah, was kaum einer erwartet hatte: Die Sea-Watch rettete über 2.000 Menschen das Leben, Unterstützer spendeten über eine Million Euro.
Elf Jahre lang ging Nenad M. auf eine Förderschule in Köln. Er galt als geistig behindert. Jetzt will der 19-Jährige das Land NRW verklagen. Er will beweisen, dass die Diagnose der Experten falsch gewesen ist. Es wäre die erste Klage dieser Art in Deutschland.
Janine und Torben sind 27 Jahre alt. Das Ehepaar aus Ostwestfalen verbindet eine große Liebe. Sie wünschen sich von ganzem Herzen ein Kind. Seit Jahren versucht Janine, schwanger zu werden, doch ohne Erfolg. An dem Schicksal der ungewollten Kinderlosigkeit zerbrechen viele Beziehungen. Wenn die Sehnsucht nach einem Kind unerfüllt bleibt, droht die Liebe zu scheitern. Werden Janine und Torben als Paar diese schwere Zeit überleben?
Sie organisieren und tarnen sich, um ihrem kranken Verlangen zu folgen: Viele Sexualtäter sind in guten Jobs und kümmern sich scheinbar selbstlos um bedürftige Kinder. Je etablierter eine Person im sozialen Leben verankert ist, desto unwahrscheinlicher gerät sie in Verdacht. Ihre Opfer sind die Schwächsten: Kinder.
"Die Jungs waren unzertrennlich, beste Freunde seit dem Kindergarten." Beate und Bernd Marx sind immer noch erschüttert, wenn sie berichten, wie ihr Sohn mit dem zwei Jahre älteren Marc von morgens bis abends auf ihrem Bauernhof Trecker fuhr, Feldarbeit verrichtete oder die Pferde striegelte. Leon, ihr Sohn und sein enger Begleiter Marc, der quasi zur Familie gehörte. Marc ist der Mörder ihres Sohnes, der bei fast jeder Familienfeier dabei war.
Ein Mann tötet seine Frau. Er vergräbt sie im Keller und erzählt seinen Kindern, dass die Mutter die Familie verlassen habe. Fünf Jahre wird es dauern, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Was in einem Familiendrama endet, begann einst unbeschwert und glücklich.
Der junge Vater Stefan Lamm, der nach außen ein perfektes Bild abgibt, bringt im Januar 2012 seine Frau, die beiden kleinen Kinder und zum Schluss sich selbst um. Er steckt die Wohnung in Brand. Übrig bleibt ein Abschiedsbrief, der zeigt, wie akribisch Lamm den erweiterten Suizid geplant hat. Freunde und Verwandte waren ahnungslos. Sie sind vier Jahre nach der Tat immer noch geschockt. Warum löscht ein Mann, fleißig im Beruf und immer lieb zu seinen Kindern, seine Familie aus? Hätten wir vo
Diabetes, Rollstuhl, Herzinfarkt - diese schreckliche Prognose gilt nicht etwa einem 70-Jährigen, sondern dem 13-Jährigen Lucas, wenn alles so weiter läuft wie bisher. Wegen seines Bluthochdrucks nimmt er bereits Medikamente. Radfahren, Kino oder die Urlaubsreise mit dem Flugzeug sind wegen seines Übergewichts nicht möglich. Schon als Kleinkind wog Lucas zu viel. In der Spielgruppe hat er seinen Altersgenossen die Butterbrote weggegessen und seiner Schwester Geld geklaut, um sich Süßigke
Anstrengender Beruf, quengelnde Kinder, stapelweise dreckige Wäsche und auch noch gut aussehen. Wer soll das unter ständigem Zeitdruck bewältigen? Immer mehr Mütter schaffen es nicht. Sie landen in der Erschöpfungsfalle. Burn-out ist längst keine Managerkrankheit mehr. Die Fachkliniken für gestresste Mütter sind überfüllt. Zwischen 2003 und 2015 ist die Zahl der Erschöpfungsdiagnosen beim Müttergenesungswerk um fast 40 Prozent angewachsen. Bei den Kliniken gibt es Wartezeiten bis zu
„Immer, wenn ich mir die Haare wasche, stelle ich mir vor, wie ich jede einzelne Sorge in Schaumbläschen rein packe und aus dem Kopf raus wasche in den Abfluss rein.“ Diese Strategie hilft Clarissa schon seit ihrer Kindheit. Denn ihre Mutter hatte Krebs und der Tod schwebte jahrelang wie ein Damoklesschwert über ihr. Als die Mutter starb, war Clarissa vierzehn. Inzwischen hat die junge Frau aus Ingolstadt selbst einen lebensbedrohlichen Tumor überstanden: Mit solchen „inneren Bildern“
Vierzig Jahre lang sind die Brüder Sascha und Marcel ein Herz und eine Seele. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Marcel seit seiner Geburt schwer körperbehindert ist, weder sprechen noch laufen kann und seine Behinderung allen Familienmitgliedern einen großen Einsatz abverlangt. Nie hat Sascha seinen Bruder als Belastung wahrgenommen, nie hat er das Gefühl gehabt, in seinem Schatten zu stehen.
Ute ist 46 Jahre alt, als sie die Diagnose Brustkrebs bekommt. Bald stellt sich heraus: Die Gelsenkirchenerin hat bereits Metastasen in der Lunge, der Leber, den Knochen und auch im Gehirn. Ihr Arzt eröffnet ihr, dass sie nicht mehr lange leben wird. Ein Schock, nicht nur für Ute, sondern auch für ihren 13jährigen Sohn David, mit dem sie zusammenlebt.
Der einjährige Bastian braucht eine Lebertransplantation. Sein Vater entscheidet sich spontan, ihm einen Teil der eigenen Leber zu spenden. Die Eltern haben Angst, dass er die Zeit auf der Warteliste für ein Fremdorgan nicht überleben wird und sind bereit, sich bedingungslos für ihren Sohn einzusetzen. "Was letztendlich mit mir passiert, wie lange ich krank bin, ist mir völlig egal - ob das jetzt 4 Wochen werden 8 oder 10 - Hauptsache der Lütte, das ist wichtig."
An einem Freitag im November wirft sich Viktor vor einen Zug. Der Lokführer hat schon ein Tuch über den vermeintlich Toten gelegt, da entdeckt ein Polizist, dass Viktor sich noch bewegt. Früher war Viktor ein unauffälliges Kind, scheinbar unbeschwert, sorglos, frei. Viktors Eltern bemerken bei ihrem Sohn zwar hin und wieder auffällige Verhaltensweisen, an eine schwere psychische Erkrankung denken sie aber zu keinem Zeitpunkt.
„Wer kämpft, der kann verlieren, und wer nicht kämpft, der hat schon verloren“, das ist das Motto von Brigitte und Georg Weber. Die beiden Wuppertaler haben eine Bürgerinitiative gegründet. Sie wollen verhindern, dass eine Klinik für psychisch kranke Straftäter in ihrer Nachbarschaft gebaut wird. Ihre Kinder müssten jeden Tag auf dem Weg zur Schule am Haupteingang der Forensik vorbei gehen.