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Global 3000: Das Globalisierungsmagazin
Unsere Welt ist immer stärker miteinander verbunden und voneinander abhängig. Aber wie beeinflusst das tatsächlich unser Leben? Global 3000 gibt der Globalisierung ein Gesicht. Wir zeigen die Geschichten der Menschen, die jeden Tag die Folgen erleben.
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Der Global Teen kommt diesmal aus Cartago in Costa Rica. Ihre Familie bedeutet ihr alles. Später einmal möchte Sharon gemeinsam mit einer ihrer Schwestern einen Schönheitssalon eröffnen. Falls das nichts wird, möchte sie Modedesignerin werden.
Tausende Tonnen ausrangierter Elektrogeräte werden in Ghanas Hauptstadt Accra jedes Jahr entsorgt. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit unterstützt das Schrott-Recycling.
In der weißrussischen Stadt Brest wird eine Fabrik zur Herstellung von Autobatterien gebaut. Umweltaktivisten warnen vor hochgiftigem Blei.
"Slash and burn", das Abbrennen von Waldflächen, ist in Belize seit Jahrhunderten eine weitverbreitete Methode, um Boden nutzbar zu machen. Doch Brandrodung ist vor allem eins: eine Katastrophe fürs Klima.
Ein Internat im indischen Jodhpur verhilft Kinderbräuten durch Schulbildung zu einem selbstbestimmten Leben. Kinderehen sind in Indien verboten, aber dennoch verbreitet. Veerni, Heldin, heißt das Institut und Heldinnen ihres Lebens sind die Mädchen.
Ausgleichzahlungen für Naturzerstörung. Der kolumbianische Gaskonzern Promigas finanziert Waldschutz, um die Zerstörungen durch seine Pipelines auszugleichen. Profitieren soll das Naturschutzgebiet Los Colorados im Norden Kolumbiens.
Der Appetit der Europäer nach Hühnchen beginnt und endet mit der Brust. Der Rest des Vogels wird zerhackt, eingefroren und nach Afrika verschifft. Die EU-subventionierten Importe treiben die afrikanischen Geflügelzüchter in den Ruin.
Das "Urban Farming” Projekt AGRUPA sichert tausenden armen Menschen in Quito den Zugang zu Nahrung - durch einen eigenen Garten. Mehr als 900 Tonnen Obst und Gemüse bauen sie an und verkaufen es auf Märkten. Die Gärten sind zudem gut für das Klima.
Das sauberste Trinkwasser der Region - damit rühmte sich Altötting in Bayern lange. Heute lassen viele die Finger vom Wasser, denn es gilt als verunreinigt. Mit Perfluoroctansäure, kurz PFOA, die als möglicherweise krebserregend gilt.
Juan Carlos Contreras Nobles ist 16 Jahre alt und kommt aus dem kleinen Ort Sempegua im Norden Kolumbiens. Er hat einen Zwillingsbruder und drei weitere Geschwister. Seine Schule liebt er, denn nichts fasziniert ihn mehr, als zu lernen.
In Georgien bauen Energiegenossenschaften Solaranlagen, damit Dorfbewohner warmes Wasser haben. Dadurch muss weniger abgeholzt werden, denn eigentlich nutzen die Menschen ausschließlich Holz zum Heizen.
Lolita Hantantiana ist 15 Jahre alt und wohnt in Madagaskar zusammen mit neun Menschen unter einem Dach. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Fußball und hüpft Gummitwist. Sie möchte gerne besser Englisch sprechen können.
Delia Flores ist Logistikunternehmerin in Argentinien. Ihre 45 Angestellten transportieren Fracht in mehreren Ländern Südamerikas. Nebenbei engagiert sie sich in Frauenorganisationen für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.
Indien - ein Land, in dem patriarchale Strukturen das Leben bestimmen und Frauen als minderwertig gelten. Ein krasser Kontrast dazu ist das Volk der Khasi aus dem Nordosten des Landes: Dort tragen die Frauen die Verantwortung für Familie und Clan.
Die Dominikanische Republik hat ein Müllproblem. In der Regel wird der Müll weder getrennt noch recycelt. In San Cristóbal soll sich das ändern. Mit Hilfe der GIZ wird eine moderne Kreislaufwirtschaft eingeführt, es wird aufgeräumt und kompostiert.
Syrische Frauen wollen verhindern, dass ihre vermissten Angehörigen in Vergessenheit geraten. Deshalb reisen sie mit einem Bus durch Europa, an dem Fotos ihrer Familienmitglieder angebracht sind.
Die Luftqualität in Vietnams Hauptstadt ist atemberaubend schlecht. Doch das soll sich jetzt ändern. Hanoi wird aktiv und geht das Problem an. Auch mithilfe der deutschen Organisation GIZ. Jetzt wird gemessen, aufgeklärt und gehandelt. Das Ziel: Ein grüneres Hanoi.
Wie plant man eine Stadt, in die immer mehr Menschen vom Land strömen? Am African Design Centre bildet Christian Benimana junge Designer und Stadtplaner aus. Es werden nicht nur Häuser benötigt. Genauso wichtig ist der Ausbau der Infrastruktur.
In großen Städten ist das enorme Verkehrsaufkommen ein riesiges Problem. Dass es auch anders geht, zeigt Litauens Hauptstadt im Kleinen. In Vilnius nutzen rund ein Viertel der Einwohner eine App, die öffentliche Transportmittel besser vernetzt.
70 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen hängen mit den Städten zusammen. Je grüner eine Stadt ist, desto mehr Kohlendioxid wird gebunden und Sauerstoff produziert. Bäume und Pflanzen helfen auch beim Regulieren der Temperatur.
"Kingdom of bicycles" - so wurde Peking noch in den 1990er Jahren genannt. Doch mit wachsendem Wohlstand wurde Peking zur Autostadt. Erst als die Stadt mit Leihrädern geflutet wurde, änderte sich das. Gibt es eine Renaissance der Fahrradhauptstadt?
Mit "Shujaaz“ hat alles angefangen. Das kleine Comic-Heftchen erschien 2009 das erste Mal. Mittlerweile ist daraus ein multimediales Unternehmen geworden.
Cozumel ist Mexikos beliebtester Kreuzfahrthafen. Millionen Touristen kommen jährlich auf die Insel. Der Massentourismus ist Fluch und Segen zugleich.
Im Restaurant "Psisu" in Thessaloniki genießen Einheimische und Touristen das typisch griechische Gyros.
Thailand ist ein Agrarland. Ein Drittel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Doch immer mehr Kleinbauern produzieren für große Agrarunternehmen. Die wollen vor allem eins: Futtermittel für die milliardenschwere Fleischindustrie.
Die Strände der Karibik verbindet man mit feinem, weißem Sand. Doch immer öfter stehen Mexikos Touristen in Haufen stinkender Algen. Was kann man dagegen tun? Omar Sánchez Vásquez hat ein Haus gebaut, das zu 60 Prozent aus getrockneten Algen besteht.
In Kenia kann man das Wirtschaftswachstum an den Einkaufszentren in der Hauptstadt ablesen, die in den vergangenen Jahren für eine kleine Oberschicht gebaut wurden. Die breite Masse hat nichts davon. Fast 40 Prozent haben weniger als 2 Dollar am Tag.
Jeden Tag sterben laut WHO 15.000 Kinder, bevor sie fünf Jahre alt sind. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern fehlt den Krankenhäusern vor allem die nötige medizinische Ausrüstung. Eine Sozialunternehmerin will das nicht länger hinnehmen.
Beim Theater RambaZamba in Berlin haben alle Schauspieler eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Form von Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt. Behinderung ist hier keine Schwäche, sondern eine Stärke.
Die Menschen in Atimonan, einer philippinischen Küstenstadt, kämpfen gegen den Bau neuer Kraftwerke. Noch immer ist Kohlestrom die Energieform Nummer Eins in dem Inselstaat. Ökostrom spielt kaum eine Rolle. Eine Bank in Manila steuert gegen.
Iulia Oprea war über 40 Jahre Grundschullehrerin. Heute lebt sie von monatlich 70 Euro Rente. Sie liebt Handarbeiten wie Knüpfen und Klöppeln und hat sogar eine kleine Ausstellung mit ihren Werken in ihrer Wohnung.
Seit Jahrhunderten leben die Raika im indischen Bundesstaat Rajasthan mit und von den Kamelen. Doch es fällt den Halbnomaden immer schwerer, ihr Auskommen auf diese traditionelle Weise zu bestreiten. Viele junge Raika müssen in die Städte abwandern.
Iman Usman ist Teil des weltweiten Global-Shaper-Netzwerks, 27 Jahre jung und erfolgreicher Geschäftsmann. 2014 entwickelte er die Plattform "Ruangguru" mit interaktiven Lernangeboten. Heute nutzen zehn Millionen junge Indonesier seine App.
Die Republik Moldau, eine ehemalige Sowjetrepublik, gehört zu den ärmsten Staaten Europas. Was die Energieversorgung angeht, ist das Land stark von Russland abhängig. Die Regierung will die Energieeffizienz erhöhen, gerade im Wohnsektor.
Gl Jessemy Stafford ist 17 Jahre alt und lebt in Grenada in der Karibik. Im Moment macht er eine Ausbildung zum Elektroingenieur, und danach will er studieren. Seit er ein Kind ist, spielt er Cricket und hofft, es ins nationale Cricket Team zu schaffen.
Die Müllkrise im Libanon ist ein Dauerzustand geworden. Ein Zusammenspiel aus Korruption, mangelnder staatlicher Kontrolle und schwacher Infrastruktur wie in so vielen Ländern. Wohin mit den Massen an Abfall, die unsere globalisierte Welt produziert?
In Südafrika haben Millionen Menschen nicht genug zu essen. Trotzdem wird ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen. Einige Hersteller und Supermarktketten würden gerne ihre übriggebliebenen oder abgelaufenen Lebensmittel an Bedürftige abgeben.
Die Kalunga leben abgeschieden inmitten eines Nationalparks. Sie sind die größte Gemeinschaft von Sklaven-Nachfahren im Land. Bis heute leben sie ohne fließendes Wasser oder Strom. Die NGO Litro de Luz bringt ihnen nun Licht: mit einer Plastikflasche.
Am Rande einer Landstraße im Cayo District hat Joseph Ingram mit seiner Familie eine Snackbar. Hier gibt es vor allem Schwein und Hühnchen mit Gemüse und Tortillas. Und einen besonderen Reis: er wird mit Kokosnuss zubereitet.
Unser Global Teen kommt diesmal aus Sofia, der Hauptstadt Bulgariens. Ivea Simeonova ist 15 Jahre und möchte später einmal Kinderärztin werden. In ihrer Freizeit spielt sie in einer Gruppe Theater.
Justin Bosman, 16 Jahre, lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter und seinen zwei Schwestern in Hillbrow im Zentrum Johannesburgs. Er geht hier auch zur Schule. Seine Leidenschaft ist Schach. Er will entweder Rechtsanwalt oder Lehrer werden.
Shrimp-Farmen sind einer der Gründe für das Verschwinden der Mangrovenwälder. In Ecuador versuchen findige Unternehmer, ein weniger destruktives System einzuführen, denn dort sind rund zwei Drittel der Mangrovenwälder bereits zerstört worden.
In Georgien bauen Energiegenossenschaften Solaranlagen, damit Dorfbewohner warmes Wasser haben. Dadurch muss weniger abgeholzt werden, denn eigentlich nutzen die Menschen ausschließlich Holz zum Heizen.
Das Goldies in Berlin-Kreuzberg macht besondere Pommes Frites mit selbstgemachten Soßen. Die beiden Besitzer sind ausgebildete Köche und haben sich auf Luxusfastfood spezialisiert. Die Kundschaft dankt es ihnen.
Soziales Engagement ist gerade in Krisenzeiten wichtig. Gut also, dass es Menschen wie David Hertz gibt. Er ist Chefkoch und Gründer von Gastromotiva, einem Projekt, das benachteiligten Menschen zu einem Leben ohne Armut verhilft.
In Asien gilt die Seegurke als Delikatesse. 1000 US-Dollar kostet ein Kilo getrocknete Seegurke auf dem Weltmarkt. Für die Menschen im Dorf Tampolove auf Madagaskar ist sie deswegen als neue potenzielle Einnahmequelle eine Hoffnung.
Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Erde. Das Land braucht viel Energie, um die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen: 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Energiesparende Pumpen sollen den Verbrauch senken und das Klima schützen.
Bis zu 25 Zentimeter im Jahr sackt die Hauptstadt Indonesiens ab, weil zu viel Grundwasser abgepumpt wird. Etwa die Hälfte der Einwohner Jakartas lebt von Wasser aus illegal gebohrten Brunnen. Zudem lässt der Klimawandel den Meeresspiegel ansteigen. Über 30 Millionen Menschen sind im Großraum Jakarta bedroht. Jetzt sind die Stadtplaner aufgewacht und versuchen, das Schlimmste zu verhindern.
Afrikanische Wildhunde gehören zu den am stärksten bedrohten Fleischfressern Afrikas. Es gibt nur noch wenige tausend Tiere. Das Savé Valley Schutzgebiet im Südosten Simbabwes ist eines der letzten Rückzugsgebiete der Hunde.
Auf Teneriffa gibt es frittierte frische Kartoffeln mit vielen besonders leckeren Soßen – eine sogar aus Schokolade!
Seit Jahrhunderten haben die Bewohner der peruanischen Anden den Bergwald nur als Rohstoffquelle benutzt. Viele Hänge sind kahl. Daher wird seit einigen Jahren dagegen gesteuert. Der jährliche Baumpflanztag soll irgendwann den Bergwald zurück bringen.
Amelia Ceballos Melenciano ist 16 Jahre alt und kommt aus dem Viertel "Cinco de Abril" in San Cristóbal in der Dominikanischen Republik.
In der Regenzeit tritt der Rio Magdalena in Kolumbien regelmäßig über die Ufer. Dadurch ensteht ein riesiges Feuchtgebiet. Dieses ist durch Klimawandel, Landwirtschaft und Abholzung bedroht. Eine Fraueninitiative kümmert sich um den Erhalt.
Ghana ist der zweitgrößte Kakaoexporteur der Welt. Doch die Produktionsmengen sind deutlich zurückgegangen. Die Gründe: schlecht bewirtschaftete Plantagen und extreme Trockenheit. Eine niederländische Organisation hilft dabei, alte Bäume zu ersetzen.
Seit Generationen baut die Mixteken-Gemeinschaft im Bundesstaat Oaxaca Agaven an. Nun wollen sie ihre Traditionen mit Fremden teilen. Hilfe bekommen die Landwirte von "Rutopía", einem Startup aus Mexiko-Stadt, das indigene Gemeinschaften unterstützt.
Helianti Hilman möchte indigenen Bauern bessere Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte bieten. Dafür hat sie ein Netzwerk mit über 50.000 Landwirten geschaffen.
Fünf Frauen aus dem Bundesstaat Pernambuco in Brasilien teilen sich seit Februar einen Sitz im Landesparlament. Vor Ort ist dann zwar nur eine von ihnen vertreten, doch die Arbeit erledigen sie gemeinsam.
Grace Gambrill ist 16 Jahre alt. Sie hat einen neuseeländisch-australischen Vater und eine thailändische Mutter und geht auf eine internationale Schule mitten in Bangkok. Ihr größtes Hobby ist Volleyball.
Goldmeerkatzen sind eine der seltensten Affenarten der Welt. Und sie sind gefährdet. Die wachsende Bevölkerung dringt auch in den Volcanoes-Nationalpark vor, um Feuerholz zu sammeln. Das österreichische Unternehmen Likano will den Wald schützen – mit energieeffizienten Kochern.